Stoßseufzer einer Dame in bewegter Nacht

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Für mich könnt die Welt aus lauter Männern besteh'n, tralalaaa .." - außer, sie schnarchen. Oder laden mich zum Camping ein. Oder finden die Mizzi schöner - dieses Stück. Oder wollen heiraten. Oder sind schon verheiratet. Oder tragen grün-gelb gestreifte Socken.

Aber sonst...

...her mit den Männern! Drei sind schon da:
Ludwig Hahn spielt Geige und die Damen lieben ihn.
Anton Waas spielt Klavier und liebt die Damen
Christian Ludwig Mayer spielt Kontrabaß und liebt Chesterfield

Ach ja. Im Liebesfalle sind doch alle a bisserl tralalaaa…
Susanne Brantl singt und säuft. Und seufzt.

Ausnahmsweisen von Kurt Tucholsky, Georg Kreisler, Erich Käsnter, Gerhard Bronner, Tom Waits, Friedrich Halländer, Kurt Weill, Queen, u.a.

 

Abendzeitung

Live auf der Bühne kann Susanne Brantl - die schon mit Song-Abenden von Kurt Weill und Noël Coward brillierte - neben ihrem glockenhellen Sopran aus ihrem Charme und schauspielerischen Qualitäten komisches Kapital schlagen. Von der Femme fatale über die untreue Ehefrau bis zu Klabunds trauriger Göre hat sie mit Leichtigkeit alles drauf, macht aus den Liedern verschiedenster Autoren zauberhafte Miniaturen skurriler Typen und ihrer Weltsicht.

tz münchen

"... [Brantl], die ihr Metier zwischen Gesang und Darstellung perfekt beherrscht ... hinreißend spielt Susanne Brantl die Diva mit allen Allüren zwischen Pathos und Pomp ... wandlungsfähig zwischen verführerischem Vamp und keckem Charleston-Girl ... überraschende Gags, amüsante Conférencen - da schwelgt man in der guten alten Zeit der Schellackplatten ..."

 

Süddeutsche Zeitung

" ... das ist, natürlich, beste Unterhaltung, ist aber auch bittersüße Sentimentalität ... [Brantl] bewegt sich feinfühlig auf melancholischen Gleisen durch eine stets auch ironische, scheinbar vergangene Welt ..."

 

Münchner Merkur

"Sie ist das Kraftzentrum, das mit ihrer Stimme ein Publikum schwindlig spielen könnte."

 

Kölner Stadtanzeiger

"... mit stimmlicher Grandezza und spielerischer Noblesse ... einfach erfrischend"

 

Landshuter Zeitung

Nun gilt das vergnügte Staunen an diesem Abend nicht nur den Chansons, es gilt auch und ganz besonders Susanne Brantl. Blitzschnell die Spielart wechselnd, spricht und singt sie sich durch diese kleinen Welten der Wunschträume, der Seufzer, der Geständnisse, der Moralpredigten und auch des Widerspruchs gegen all das. Sie versteht sich auf das Doppelspiel. Während sie nämlich alles wirklich ist, die säuerliche Zimmervermieterin, die abgeklärte Barfrau, die Kleptomanin, die fröhlich durch die Kaufhäuser zieht, signalisiert sie durch einen leichten Augenaufschlag, eine kaum wahrnehmbare Geste, eine winzige Körperbewegung, dass hier eine Diseuse ihre Rollen vorführt.