20190811_160518

Ende Juli, 30 Grad im Schatten, ich als Flüchtlingsfrau im schweren Wintermantel, mit Turban, gestrickten Strümpfen und Pulswärmern. „Schwitz jetzt nicht“, sagt der wunderbare Photograph Christof Wessling (daaaaankeeee!!!) – und ich tu, was ich kann. Danke auch George Rosenau für die perfekte Vorbereitung samt Equipment, das Plakat für „Stunde Null – Alles auf Anfang“ wird! Und meine unglaubliche 93 Jahre junge Freundin Dagmar Nick sagt:  „Der Blick muß Traurigkeit vermischt mit ungebrochenem Willen sein. Also so ungefähr…“ und wieder: Ich tu, was ich kann… Spannend. Freu mich sehr!

Fremd ist der Fremde nur in der Fremde… sagt der Valentin. Recht hat er, und deswegen befassen wir uns im nächsten Programm, sprich erstmal auf einer neuen CD mit diesem Thema. Was fasziniert uns denn an fremden Ländern, an „fremden“ Liedern? Da nemma doch gleich amal – Österreich. Also wenn da nix Fremdes is… aber vorher gemma noch nach Frankreich, England, Spanien – und bella Italia!!!

20190728_143954

Weil: Italienisch klingt so wunderbar, oder ned? Si si si! Grazie mille an die favoloso Sterntaler-Studios und die perfekten ragazzi Norberto Bürger (Mandoline), Luigi Hahn (Violine), Antonio Waas (Piano), Luigi Leininger (contrabbasso), Giorgio Rosenau, Christofo Wessling und il Maestro di Suono Harald. In questo senso: Faciamo l´amore!

Trümmerfrauen

Nach dem großen Zuspruch auf unser Programm „Das Leben ohne Zeitverlust“ möchten wir nun mit der Wiederaufnaheme unter dem Titel: Die „Stunde Null – alles auf Anfang“ im Herst 2019 verstärkt auch junge Leute und deren Lehrer erreichen, die von der zeitlosen Aktualität der Texte und der Musik sicher genauso beeindruckt sein werden wie wir.

Was ist ein „Flüchtling“? Wann und warum ist man einer? Ist man irgendwann keiner mehr? Was ist „Heimat“? Oder „Heimweh“? Woher kommt der Mut, nach einer Katastrophe wieder neu zu beginnen? Darf man in einer grauen Zeit auch lachen? Muß man lachen?

Harald Jähner hat ein großartiges Buch geschrieben, „Wolfszeit“. Dafür hat er seine Ausszeichnung auf der Leipziger Buchmesse 2019 wohl verdient: „So viel Anfang war nie. So viel Ende auch nicht“.